Arbeitsplatz 4.0 – der digitale Arbeitsplatz (1/3)

Ein Beitrag von Angelica Laurençon & Anja C. Wagner

Der digitale Arbeitsplatz:

In einem digitalen Business mit digitaler Kompetenz

„Wir formen erst Werkzeuge und dann formen die Werkzeuge uns“, so meinte einst Marshall McLuhan in den 1960er Jahren angesichts der aufkommenden Fernsehindustrie. Heute, 50 Jahre später, blicken wir in eine noch ungewissere Zukunft aufgrund unserer digitalen Entwicklungen und was diese mit uns anstellen werden (externer Link: http://worklifehub.eu/blog/arbeiten-4-0-the-future-of-work/).

Unsere Arbeit, soviel ist gewiss, wird sich radikal verändern. Wie genau sich die Arbeitsorganisationen und Arbeitsplätze transformieren werden, dies gilt es heute zu gestalten. Auf Seiten der Arbeitgeber gleichermaßen, wie auf Seiten der Politik und der Zivilgesellschaft.

Arbeiten 4.0

Arbeiten 4.0“, so lautet entsprechend das vom BMAS ausgegebene Schlagwort in der deutschen Politik- und Medienlandschaft. Es beschreibt den Versuch, auf humanitärer Basis mit der Industrie 4.0 bzw. dem industriellen Internet der Dinge interaktiv Schritt zu halten. (externer Link: http://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Arbeiten-vier-null/inhalt.html)

4.0, in der Kennzeichnung fliessen die digitalen Technologien 1.0, 2.0 und 3.0 zusammen. Ihr Kommunikationspotential entwickelt sich weiter in den Dingen, die nicht nur untereinander kommunizieren, sondern auch im weltweiten Web ihre Daten und Informationen holen und weitergeben. Die selbstfahrenden Autos aus Kalifornien sind ein erster Hinweis, wohin die Reise gehen könnte – und das ist erst der Anfang.

Deutschland reagiert bislang eher unbeholfen. Es bringt mit dem Ruf nach „Industrie 4.0“ seine alte Tradition ins Spiel, in der Hoffnung, über diesen Weg noch Anschluss an die digitale Transformation zu erlangen und diese vielleicht gar mitprägen zu können. Die Industrie 4.0 und ihre intelligenten Produkte wollen

  • Ressourcen sparen oder schonend einsetzen – auch Humanressourcen;
  • die Produktivität verbessern;
  • Wettbewerbsvorteile sichern;
  • den Standort unabhängig machen.

Auch die Industrie 4.0 setzt auf Smart Factories. Sie sind ebenso wie Smart Services und Smart Offices kleine, mobile, flexible Produktionseinheiten, die untereinander vernetzt sind, miteinander kommunizieren, Daten und Informationen austauschen, voneinander lernen und ständig mit den verschiedenen Ebenen ihres Arbeitsumfelds vernetzt sind.

Gibt es noch irgendwen, der hofft, dies berühre nicht sämtliche Aspekte seines Arbeitslebens?

Arbeiten 4.0 unterliegt den gleichen Gesetzen.

Und die #Arbeitenden 4.0 brauchen dafür eine neue #binäre Arbeitsstruktur, die sich aus 3 Komponenten zusammen setzt:

Arbeitsplatz 4.0: #Digitale Mitbestimmung

Die Arbeitenden 4.0 müssen schnell die digitale Kultur begreifen, um die passenden Technologien und Workflows in ihren Prozessen möglichst smart einzusetzen. Dabei werden sie idealer Weise zu Mitbestimmer_innen ihrer persönlichen Arbeits- und Lernumgebung, anstatt wie bislang die „von oben“ bestellte Software oder Weiterbildung zu ertragen und krampfhaft zu lernen.

Arbeitsplatz 4.0: #Dezentrale Arbeitsorganisation

Dezentral im Team oder allein im Soho (Self Organized Home Office) gilt es, immerfort neue und adäquate Methoden und Strategien zu entwickeln, die lösungsorientiert eine möglichst reibungslose, smoothe Arbeitsweise ermöglichen. Dazu gehört auch ein flexibles Time-, Content-und Kommunikations-Management, um in der exponentiellen Daten- und Informationsflut nicht unterzugehen (E-Mail-Overload, Snippet-Working, Software Stress, unproduktive Suche nach den richtigen Informationen, Daten und Wissen etc. pp.) (externer Link: http://www.businessinsider.com/information-overload-the-promise-and-problems-of-big-data-2011-7?IR=T.

Arbeitsplatz 4.0: #Smarter Working ist „social“

Was den Arbeitenden 4.0 zukünftig jenseits der maschinenlesbaren Routine bleibt, sind anspruchsvolle Arbeiten, für die viel Kreativität, Denken, Kombinieren, Lernen, Resilienz und alle digitalen Kommunikations-Mechanismen des partizipatorischen Webs erforderlich sind. Im Angestellten-Kontext ist bereits ein Wettlauf um das smarteste Kompetenzprofil gestartet – ein Sozialdarwinismus der modernen Art. Wer sich hier verweigert, wird einfach aussortiert. Für alle Verlierer_innen verbleiben hingegen, wenn überhaupt, nur die ganz dusseligen Jobs, für die sich eine Programmierung intelligenter Maschinen nicht lohnt. Oder die Option, selbstständig eigene, sinnvolle Projekte zu starten. Dafür lassen sich die neuen Sozialtechnologien gleichermaßen smart einsetzen.


Weitere Infos: http://flowcampus.com

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